Jugendliche psychisch stark gefordert - Erfolgswissen aus der Hirnforschung - mentale Stärke und Spitzenzustände im Kopf

Jugendliche psychisch stark gefordert

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Laut einer Studie des Gallup Instituts im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung hat sich die mentale Verfassung in Österreich deutlich verschlechtert. Die Oktober 2022 veröffentlichte Erhebung an rund 1.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren zeigt: . Jede bzw. jeder Vierte nahm eine Verschlechterung des mentalen Gesundheitszustands innerhalb der vergangenen zwölf Monate wahr.

Zu den Hauptleidtragenden gehören Kinder und Jugendliche. 43 Prozent der Befragten mit Kindern bis 18 Jahre im Haushalt führen an, dass diese mental (sehr) belastet sind. Besonders sind Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren betroffen.

Eine Studie der Donau Universität Krems hat herausgefunden: Bei 62 Prozent der Mädchen und bei 38 Prozent der Burschen zeigte sich eine zumindest mittelgradige depressive Symptomatik.

Erfahrung mit psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder Burn-out haben rund 40 Prozent der Menschen in Österreich: Ein knappes Fünftel litt in der Vergangenheit an einer psychischen Erkrankung, 20 Prozent bezeichnen sich aktuell als psychisch krank. 

Hauptsächliche Belastungsfaktoren sind dabei gesundheitliche Fragen, Existenzängste, private und berufliche Krisen –, natürlich auch die andauernde Covid-Pandemie und deren Rahmenbedingungen. An konkreten Beschwerdebilder treten Symptome wie getrübte Stimmung, Stress, Antriebslosigkeit oder Gereiztheit hervor.

Ein Viertel jener, die eine Verschlechterung des mentalen Gesundheitszustands innerhalb des letzten Jahres verorteten, nehmen laut eigenen Angaben professionelle Hilfe in Anspruch. Für ein weiteres Drittel ist dies zumindest in der Zukunft vorstellbar. 40 Prozent lehnen professionelle Hilfe gänzlich ab, in der Altersgruppe bis 35 Jahre sind es sogar 47 Prozent. 

Dr. Marcus Täuber: „Auch für die Psyche gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Deshalb sollte Wissen zu Psychohygiene gerade jungen Menschen besser zugänglich gemacht werden“. Für ihn sind Meditationen, mentales Training und psychologisches Coaching Ansätze, die bereits in der Schule vermittelt gehören. „Das Training des Geistes sollte im Stundenplan der Schule so selbstverständlich sein wie Turnen“, so Täuber.

Referenzen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20221007_OTS0108/psychische-belastung-alarmierend-hoch; https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2021/psychische-belastung-bei-jugendlichen-weiterhin-hoch.html

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